DB Fernverkehr
RF 2026 – So darf die Umstellung auf Intune nicht ablaufen!
Die regelmäßigen Fortbildungen (RF) der Zugbegleiter, Bordgastronomen und Lokomotivführer für das Jahr 2026 beinhalten auch die Umstellung der Endgeräte auf Intune. Erste Rückmeldungen zeigen bereits deutlich, dass die dafür vorgesehene Zeit völlig unzureichend ist.
Für die technische Umstellung sind vom Arbeitgeber, mutmaßlich aus Kostengründen, nur 60 Minuten und rund zwölf Teilnehmer eingeplant, was aus GDL-Erfahrung zu knapp bemessen ist. Technische Probleme und individuelle Fragen werden dabei nicht berücksichtigt.
Hinweise der Anwender auf diese Schwierigkeiten blieben unbeachtet; der Arbeitgeber beruft sich auf eine, aus GDL-Sicht ungenügende, Mitbestimmung des Gesamtbetriebsrat (GBR), die sich nur auf die Fortbildungsinhalte bezieht. Ein Handout mit einer Anleitung für die Wiederherstellung der Apps erweist sich als wenig hilfreich.
Dieses Vorgehen ist daher praxisfern und nicht akzeptabel!
Derartige IT-Umstellungen dürfen nicht in ohnehin eng getaktete Fortbildungen integriert oder in den Vorbereitungsdienst beziehungsweise in die Freizeit der Mitarbeitenden verschoben werden. Die klare Forderung der GDL-Betriebsräte ist daher:
Die Umstellung auf Intune muss als eigenständige Maßnahme außerhalb des RF 2026 durchgeführt werden – mit ausreichend Zeit und personeller Unterstützung.
Fortbildung und IT-Umstellung sind zwei verschiedene Aufgaben und dürfen nicht auf Kosten der Eisenbahner vermischt werden. Ohne funktionierende Anwendungen können weder das Bordpersonal noch die Lokführer ihren Dienst ordnungsgemäß ausführen.
GDL: stark – unbestechlich – erfolgreich
