Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH

Es geht voran: Konstruktive Gespräche in der zweiten Runde

Die Tarifverhandlungen zwischen der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) und der GDL wurden mit dem zweiten Verhandlungstermin am 19. Januar 2026 in Münster (Westfalen) fortgesetzt.

Nachdem die GDL ihre Forderungen im Rahmen des Auftakttermins umfassend erläutert hat, hieß es dieses Mal konkret auszuloten, ob erste Teilschritte in der Verhandlung abgesteckt werden können. Der Schwerpunkt lag auf dem Teil der Forderungen, die die Verbesserungen des Entgeltes betreffen.

Zu den Kernforderungen der GDL gehört die Forderung nach einer Erhöhung der Entgelte in einem Volumen von acht Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, inklusive allgemeiner Entgelterhöhung von 3,8 Prozent.

Da die WLE nicht dazu bereit war, eine Einmalzahlung zu vereinbaren, welche die GDL-Mitglieder bereits frühzeitig entlastet hätte, ist die Erwartungshaltung der GDL klar: Eine Entgelterhöhung muss rückwirkend zum 1. November 2025 erfolgen. Welche weiteren Bedingungen die GDL an einen Tarifabschluss knüpft, hat sie am Verhandlungstisch nachdrücklich aufgezeigt.

Auch wenn die Arbeitgeberseite noch kein konkretes Angebot unterbreitet hat, wurde sehr deutlich, dass auch die WLE an einem werthaltigen Ergebnis interessiert ist. Dass beide Seiten zu diesem Zeitpunkt noch auseinanderliegen, ist nicht ungewöhnlich. Die konstruktive Gesprächsführung lässt aber auf alles andere als eine Blockadehaltung seitens des Arbeitgebers schließen. Vielmehr benötigt die Arbeitgeberseite nun Zeit, sich intensiver mit der neuen Entgelttabellenstruktur auseinandersetzen zu können.

Nun wird auch hier ein dritter Verhandlungstermin erforderlich und die Verhandlungen werden auch bei der WLE fortgesetzt. Parallel hierzu führt die GDL weitere Verhandlungen mit ihren rund 60 Tarifpartnern.

 

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