DZSF-Umfrage „Gewalt gegen Bahnbeschäftigte“
Ergebnisse zeigen: Gewaltprävention darf keine Symbolpolitik sein!
Es ist Fakt: Gewalt, Bedrohungen und massive verbale Übergriffe gehören für viele Kollegen im Bahnsektor zum Arbeitsalltag.
Gewalt entsteht nicht zufällig, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren. Sie kann durch gezielte Schutzmaßnahmen messbar reduziert werden. Aus den jetzt vorliegenden Studienergebnissen leiten wir klare Erwartungen an die Arbeitgeber und Aufgabenträger ab:
- Einheitliche, dauerhaft geltende Alkoholverbote im SPNV, klar kommuniziert und nicht vom Zugpersonal durchzusetzen.
- Sicherheit vor Kontrolle: Klar verankerter Ermessensspielraum bei Fahrausweiskontrollen – unterstützt durch Führungskräfte und Organisation.
- Rückzugsräume in allen Fahrzeugen: Verbindlich vorhanden, jederzeit zugänglich, eindeutig geregelt.
- Flächendeckende, qualitativ hochwertige und einheitliche Deeskalationstrainings statt bloßer Alibi-Schulungen.
- Verlässliche technische Unterstützung (mobile Notrufsysteme) und klare Einsatzkonzepte.
- Starke Nachsorge: Psychologische, medizinische und rechtliche Unterstützung nach Gewaltereignissen – ohne Hürden.
Es braucht konkrete, verbindliche Maßnahmen! Sicherheit am Arbeitsplatz ist Voraussetzung für gute Arbeit! Dafür setzt sich die GDL nachhaltig ein.
Die Ergebnisse der Befragung werden zeitnah auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) veröffentlicht.
